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    PV-Einspeisevergütung 2025 – Aktuelle Sätze und Tipps

    PV Einspeisevergütung 2025: Alles Wissenswerte in diesem Beitrag.

    Zuletzt aktualisiert am 12. August 2025

    Die Einspeisevergütung für Photovoltaik-Anlagen ändert sich auch 2025. Ab August 2025 sinken die Vergütungssätze schrittweise, und es greifen neue Regeln zu negativen Strompreisen sowie zur Pflicht für intelligente Messsysteme (Smart Meter).

    💡 Zusammenfassung
    • Ab August 2025 sinken die EEG-Vergütungssätze für Teileinspeisung und Volleinspeisung halbjährlich um 1 Prozent, weshalb eine frühe Inbetriebnahme höhere Sätze sichert.
    • Fällt der Börsenstrompreis sechs Stunden unter null, entfällt die Vergütung.
    • Ab sieben Kilowattpeak ist ein Smart Meter Pflicht, sonst kann der Netzbetreiber die Einspeisung auf 60 Prozent begrenzen; ab 25 Kilowattpeak ist Direktvermarktung vorgesehen.
    • Eigenverbrauch spart etwa 38 Cent pro Kilowattstunde, während die Vergütung nur acht bis 12,5 Cent bringt. Speicher und steuerbare Verbraucher erhöhen die Quote.
    • Null Prozent Mehrwertsteuer sowie KfW- und Regionalförderungen verkürzen die Amortisation vieler Anlagen auf sieben bis neun Jahre.
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    Einspeisevergütung – Definition und Funktionsweise

    Die Einspeisevergütung ist eine gesetzlich garantierte Zahlung für Strom aus erneuerbaren Energien, den du in das öffentliche Stromnetz einspeist. Grundlage ist das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG).

    Es gibt zwei Varianten:

    • Teileinspeisung (Überschusseinspeisung): Du nutzt zuerst deinen selbst erzeugten Solarstrom (Eigenverbrauch), nur Überschüsse werden ins Netz eingespeist.
    • Volleinspeisung: 100 % des erzeugten Stroms werden ins Netz geliefert, was mit einem höheren Vergütungssatz pro Kilowattstunde (kWh) honoriert wird.

    PV-Einspeisevergütung 2025 – Aktuelle Sätze nach EEG

    Teileinspeisung (Überschusseinspeisung)

    ZeitraumAnlagenleistungVergütungssatz (ct/kWh)
    August 2025bis 10 kWp7,86
    10–40 kWp6,80
    40–100 kWp5,56

    Volleinspeisung

    ZeitraumAnlagenleistungVergütungssatz (ct/kWh)
    August 2025bis 10 kWp12,47
    10–100 kWp10,45

    Die Degression beträgt 1 % pro Halbjahr. Wer seine Solaranlage vor der Senkung in Betrieb nimmt, sichert sich höhere Vergütungssätze über den gesamten Förderzeitraum von 20 Jahren.

    Hier erfahren sie mehr zur EEG-Förderung und Fördersätze.

    Negative Strompreise – Das gilt ab 2025

    • Auslöser: Der Börsenstrompreis liegt mindestens sechs Stunden in Folge unter null Cent/kWh.
    • Folge: In dieser Zeit entfällt die Einspeisevergütung bzw. Marktprämie.
    • Wichtig: Diese Stunden werden nicht an die Förderdauer angehängt. Die Vergütung läuft 20 Kalenderjahre plus Inbetriebnahmejahr.
    • Direktvermarktung: Auch hier entfällt in diesen Stunden die Marktprämie. Verkauf nur noch zum aktuellen Marktpreis möglich.

    Mit einem Batteriespeicher oder einem intelligenten Lastmanagement kannst du Strom in Zeiten negativer Preise speichern und später verbrauchen oder verkaufen.

    Smart-Meter-Pflicht und technische Anforderungen

    Ab einer installierten Leistung von 7 Kilowattpeak ist der Einbau eines Smart Meters verpflichtend. Fehlt dieses intelligente Messsystem, darf der Netzbetreiber die Einspeiseleistung auf 60 Prozent der gesamten Anlagenleistung drosseln, was die Wirtschaftlichkeit spürbar beeinträchtigen kann.

    Für Photovoltaikanlagen ab 25 Kilowattpeak ist zudem eine verpflichtende Direktvermarktung vorgesehen, wobei die endgültige Umsetzung dieser Regelung im August 2025 noch im Gesetzgebungsverfahren steckt.

    • Ab 7 kWp installierter Leistung ist ein Smart Meter Pflicht.
    • Ab 25 kWp ist eine verpflichtende Direktvermarktung geplant

    Eigenverbrauch oder Einspeisung – was lohnt sich mehr?

    Wenn man sich die Wirtschaftlichkeit anschaut, wird schnell klar: Den selbst erzeugten Strom zu nutzen, lohnt sich meistens mehr. Jede Kilowattstunde, die man direkt verbraucht, spart aktuell rund 38 Cent an Stromkosten. Zum Vergleich: Wer den Strom komplett einspeist, bekommt 2025 dafür nur etwa 10 bis 12,5 Cent pro Kilowattstunde.

    Am meisten profitiert, wer seinen Eigenverbrauch gezielt erhöht, zum Beispiel mit einem Batteriespeicher, einer Wärmepumpe oder beim Laden eines E-Autos. Mit einem gut abgestimmten Energiemanagement lässt sich der Eigenverbrauchsanteil oft auf über 70 Prozent steigern. Das macht nicht nur unabhängiger vom Stromnetz, sondern auch von schwankenden Strompreisen.

    Hier geht es zu unserem Stromspeicher Test 2025

    Fazit

    Die Neuerungen ab 2025 zeigen: Wer eine Photovoltaikanlage plant, sollte vorausschauend denken. Sinkende Vergütungssätze, strengere technische Anforderungen und die klare Regelung, dass es bei negativen Strompreisen keine Einspeisevergütung gibt, setzen Anlagenbetreiber zunehmend unter Druck, möglichst viel Strom selbst zu nutzen.

    Wer seine Anlage früh in Betrieb nimmt, sichert sich nicht nur höhere Vergütungssätze für den gesamten Förderzeitraum, sondern profitiert auch länger von stabilen und planbaren Einnahmen. Dieser Vorsprung kann sich über die Jahre schnell auf mehrere tausend Euro summieren.

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    Häufig gestellte Fragen

    Warum sollte ich meine Photovoltaikanlage noch vor August 2025 in Betrieb nehmen?

    Ab August 2025 sinken die Vergütungssätze für eingespeisten Solarstrom alle sechs Monate um ein Prozent. Eine frühere Inbetriebnahme sichert den höheren Satz über die gesamte 20-jährige Förderdauer und kann über die Laufzeit hinweg mehrere tausend Euro zusätzlich einbringen.

    Was passiert, wenn der Strompreis an der Börse negativ ist?

    Liegt der Börsenstrompreis mindestens sechs Stunden in Folge unter null Cent pro Kilowattstunde, entfällt in diesem Zeitraum die Einspeisevergütung beziehungsweise Marktprämie. Diese Stunden werden nicht an die Förderdauer angehängt, sodass die entgangenen Einnahmen nicht nachgeholt werden können.

    Ist ein Smart Meter für meine Anlage Pflicht?

    Ab einer Leistung von sieben Kilowattpeak ist ein intelligentes Messsystem (Smart Meter) verpflichtend. Ohne dieses Gerät darf der Netzbetreiber die Einspeiseleistung auf 60 Prozent der Nennleistung drosseln. Für Anlagen ab 25 Kilowattpeak ist zudem eine verpflichtende Direktvermarktung vorgesehen.

    Lohnt sich Eigenverbrauch mehr als die Einspeisung ins Netz?

    In den meisten Fällen ja. Jede selbst genutzte Kilowattstunde spart im Schnitt rund 38 Cent Stromkosten, während die PV-Einspeisevergütung 2025 nur zwischen etwa acht und 12,5 Cent pro Kilowattstunde liegt. Speicher, Wärmepumpe oder Elektroauto können die Eigenverbrauchsquote deutlich erhöhen.

    Welche Förderungen und steuerlichen Vorteile kann ich nutzen?

    Für Photovoltaikanlagen bis 30 Kilowattpeak entfällt die Mehrwertsteuer auf Kauf und Installation. KfW-Kredite und regionale Zuschüsse reduzieren zusätzlich die Investitionskosten und verkürzen die Amortisationszeit häufig auf sieben bis neun Jahre.

    ✍️ Geschrieben von:
    Es tut mir leid, ich kann nicht erkennen, wer auf dem Bild ist.Alt-Text: Lächelnder Mann im weißen Hemd mit Bart vor neutralem Hintergrund.
    Christian Köhler
    Chefredakteur Photovoltaik

    Christian, ein erfahrener Experte mit über zehn Jahren Erfahrung im Bereich Photovoltaik und erneuerbare Energien, ist eigentlich gelernter Dachdecker. Mit seinem fundierten Wissen über Solartechnologie und praktische Erfahrung bietet er wertvolle Einblicke und praxisnahe Ratschläge. Seine Expertise erstreckt sich auf die Planung und Umsetzung von Solaranlagen sowie auf das Verständnis für aktuelle Trends und Entwicklungen im Bereich erneuerbarer Energien.

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