Strompreisentwicklung 2026: Aktuelle Preise, Prognose & Einfluss von Photovoltaik
Strompreisentwicklung 2026: Aktuelle Preise, Prognose & Einfluss von Photovoltaik

Anna Vöpel
Stand:
Die Strompreise in Deutschland haben sich in den vergangenen Jahren stark verändert. Nach den extremen Preissprüngen während der Energiekrise stabilisieren sich die Kosten 2026 zwar wieder, bleiben aber weiterhin auf einem vergleichsweise hohen Niveau. Für Haushalte stellt sich deshalb mehr denn je die Frage: Wird Strom in Zukunft wieder günstiger – oder müssen Verbraucher langfristig mit steigenden Preisen rechnen?
Die Antwort darauf ist komplex. Strompreise hängen von vielen Faktoren ab, darunter Energiepolitik, Netzausbau, CO₂-Kosten und die Entwicklung der Großhandelspreise. Gleichzeitig gewinnt ein Thema zunehmend an Bedeutung: Photovoltaik. Denn immer mehr Haushalte setzen auf eigenen Solarstrom, um sich unabhängiger von steigenden Stromkosten zu machen.
In diesem Artikel erfahren Sie, wie sich die Strompreise aktuell entwickeln, welche Prognosen es bis 2030 gibt und welche Rolle Photovoltaik dabei spielt. Außerdem zeigen wir, was heute als guter Strompreis gilt und wie Sie Ihre Stromkosten langfristig senken können.
Zusammenfassung
Der durchschnittliche Haushaltsstrompreis liegt 2026 laut BDEW bisher bei 37,0 ct/kWh.
Neukundentarife sind deutlich günstiger: Verivox nennt Mitte Juli 2026 rund 24 ct/kWh für Neuabschlüsse.
Die Strompreise haben sich nach den Höchstständen der Energiekrise stabilisiert, liegen aber weiterhin über dem Niveau vor 2021.
Netzentgelte, Steuern, Abgaben und Umlagen machen weiterhin einen großen Teil des Strompreises aus.
Der Bundeszuschuss zu den Übertragungsnetzentgelten entlastet Stromkunden 2026.
Photovoltaik wirkt preisdämpfend auf den Großhandelsmarkt, weil an sonnigen Tagen weniger teure fossile Kraftwerke benötigt werden.
Für Haushalte ist vor allem der Eigenverbrauch entscheidend: Jede selbst verbrauchte Kilowattstunde Solarstrom ersetzt teuren Netzstrom.
Bei dauerhaft hohen Strompreisen verbessert sich die Wirtschaftlichkeit von Photovoltaikanlagen und Stromspeichern.
Inhaltsverzeichnis
Wie hoch ist der Strompreis aktuell?
Die Strompreise in Deutschland haben sich 2026 nach den starken Ausschlägen der vergangenen Jahre wieder etwas stabilisiert. Dennoch liegen sie weiterhin deutlich über dem Niveau vor der Energiekrise. Wie hoch der Strompreis tatsächlich ist, hängt stark davon ab, ob es sich um einen Durchschnittswert, einen bestehenden Vertrag oder einen neuen Tarif handelt.
Aktuelle Strompreise 2026 im Überblick
Laut Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) liegt der durchschnittliche Haushaltsstrompreis im Jahr 2026 bei rund 37,0 Cent pro Kilowattstunde (ct/kWh). Dieser Wert umfasst alle verfügbaren Tarife und bildet damit einen realistischen Durchschnitt für deutsche Haushalte.
Deutlich günstiger sind aktuell viele Neukundentarife. Vergleichsportale wie Verivox nennen für Mitte 2026 Preise von etwa 24 ct/kWh für neue Verträge mit Preisgarantie. Der durchschnittliche Strompreis über alle Tarife hinweg liegt laut Verivox bei rund 31,1 ct/kWh bei einem Jahresverbrauch von 4.000 kWh.
Diese Unterschiede zeigen: Wer regelmäßig den Anbieter wechselt oder aktiv Tarife vergleicht, kann deutlich sparen.
Kategorie | Aktueller Wert | Einordnung |
|---|---|---|
Durchschnitt Haushaltsstrom laut BDEW | 37,0 ct/kWh | Durchschnitt aller verfügbaren Tarife 2026 |
Neukunden laut Verivox | ca. 24 ct/kWh | günstige Neuabschlüsse mit Preisgarantie |
Durchschnitt laut Verivox | 31,1 ct/kWh | bei 4.000 kWh Jahresverbrauch |
Netzentgelte laut BDEW | 9,3 ct/kWh | gegenüber Vorjahr gesunken |
Steuern, Abgaben und Umlagen laut BDEW | 12,6 ct/kWh | ungefähr auf Vorjahresniveau |
Warum unterscheiden sich Durchschnittspreise, Bestandskundentarife und Neukundentarife?
Die großen Preisunterschiede entstehen vor allem durch unterschiedliche Vertragsbedingungen und Beschaffungsstrategien der Energieversorger.
Durchschnittspreise wie die des BDEW berücksichtigen alle bestehenden Verträge – auch ältere, oft teurere Tarife.
Bestandskundentarife sind häufig höher, da viele Haushalte ihren Anbieter nicht regelmäßig wechseln und dadurch in weniger günstigen Verträgen bleiben.
Neukundentarife sind meist günstiger, weil Anbieter mit attraktiven Preisen neue Kunden gewinnen wollen.
Hinzu kommt, dass Energieversorger Strom oft langfristig einkaufen. Dadurch spiegeln sich sinkende Großhandelspreise nicht sofort in allen Tarifen wider. Neue Verträge profitieren dagegen schneller von aktuellen Marktbedingungen.
Für Verbraucher bedeutet das: Der tatsächliche Strompreis hängt stark vom eigenen Tarif ab. Wer aktiv vergleicht und regelmäßig wechselt, kann seine Stromkosten deutlich reduzieren.
Strompreisentwicklung 2016 bis 2026
Zwischen 2016 und 2020 entwickelten sich die Strompreise in Deutschland vergleichsweise stabil. Zwar gab es leichte jährliche Steigerungen, doch bewegten sich die Preise insgesamt auf einem moderaten Niveau. Erst ab 2021 kam es zu einem deutlichen Bruch in dieser Entwicklung: Innerhalb kurzer Zeit stiegen die Strompreise stark an und erreichten in den Jahren 2022 und 2023 historische Höchststände.
Seit 2024 ist eine schrittweise Entspannung zu beobachten. Die Preise sinken wieder leicht, bleiben jedoch deutlich über dem Niveau vor der Energiekrise. 2026 zeigt sich dieser Trend weiterhin: Strom ist günstiger als in den Spitzenjahren, aber noch immer teuer im Vergleich zu früheren Jahren.

Warum sind die Strompreise ab 2021 stark gestiegen?
Der starke Preisanstieg ab 2021 hatte mehrere Ursachen, die gleichzeitig auf den Strommarkt wirkten. Ein zentraler Faktor waren die stark gestiegenen Großhandelspreise für Energie. Insbesondere die Preise für Erdgas und Kohle erhöhten sich deutlich, was direkte Auswirkungen auf die Stromerzeugung hatte. Da fossile Kraftwerke häufig den Strompreis an der Börse bestimmen, führten höhere Brennstoffkosten unmittelbar zu steigenden Strompreisen.
Hinzu kamen geopolitische Spannungen und Lieferengpässe, die die Energieversorgung zusätzlich belasteten. Die Energiekrise infolge des Ukraine-Kriegs verschärfte die Situation weiter und führte zu Unsicherheiten auf den Märkten. Gleichzeitig stiegen auch die CO₂-Zertifikatspreise im europäischen Emissionshandel, was die Stromproduktion aus fossilen Energieträgern zusätzlich verteuerte.
Ein weiterer Faktor war die hohe Nachfrage nach Energie nach der Corona-Pandemie. Mit der wirtschaftlichen Erholung stieg der Energiebedarf weltweit an, während das Angebot nicht im gleichen Maße mithalten konnte. Diese Kombination aus steigender Nachfrage und begrenztem Angebot trieb die Preise zusätzlich nach oben.
Warum sinken die Strompreise 2026 wieder leicht?
Die leichte Entspannung der Strompreise im Jahr 2026 ist vor allem auf stabilisierte Energiemärkte zurückzuführen. Die Preise für Gas und andere fossile Energieträger haben sich nach den extremen Ausschlägen der Vorjahre wieder normalisiert. Dadurch sinken auch die Kosten für die Stromerzeugung.
Zudem tragen politische Maßnahmen zur Entlastung bei. Staatliche Eingriffe, wie Zuschüsse zu Netzentgelten oder Anpassungen bei Abgaben und Umlagen, wirken dämpfend auf den Strompreis für Verbraucher. Auch der Ausbau erneuerbarer Energien spielt eine wichtige Rolle: Ein wachsender Anteil von Wind- und Solarstrom senkt die Abhängigkeit von teuren fossilen Energieträgern und wirkt langfristig preisstabilisierend.
Nicht zuletzt sorgt der Wettbewerb im Strommarkt dafür, dass insbesondere Neukundentarife wieder günstiger werden. Anbieter geben gesunkene Beschaffungskosten teilweise an Verbraucher weiter, was sich in niedrigeren Preisen für neue Verträge widerspiegelt.
Trotz dieser positiven Entwicklungen bleibt das Preisniveau insgesamt erhöht. Faktoren wie Netzausbau, CO₂-Kosten und Investitionen in die Energiewende sorgen dafür, dass Strom auch in Zukunft nicht mehr so günstig sein wird wie vor 2021.
Woraus setzt sich der Strompreis zusammen?
Der Strompreis für Haushalte setzt sich aus mehreren Bestandteilen zusammen, die gemeinsam den Endpreis pro Kilowattstunde bestimmen:
Beschaffung, Vertrieb und Marge
Dieser Anteil umfasst die Kosten für den Einkauf von Strom an der Börse sowie die Aufwendungen der Energieversorger für Vertrieb, Kundenservice und Verwaltung. Auch die Gewinnmarge der Anbieter ist hier enthalten.
Netzentgelte
Netzentgelte decken die Kosten für den Betrieb, die Wartung und den Ausbau der Stromnetze. Sie werden von den Netzbetreibern erhoben und machen einen wesentlichen Teil des Strompreises aus.
Steuern, Abgaben und Umlagen
Dieser Bestandteil umfasst staatlich festgelegte Preisbestandteile wie die Stromsteuer, die Mehrwertsteuer sowie verschiedene Umlagen und Abgaben. Sie dienen unter anderem der Finanzierung energiepolitischer Maßnahmen und öffentlicher Aufgaben.
Bestandteil | Wert laut BDEW | Bedeutung |
|---|---|---|
Beschaffung und Vertrieb | 15,2 ct/kWh | Kosten für Stromeinkauf, Vertrieb und Marge |
Netzentgelte | 9,3 ct/kWh | Kosten für Betrieb, Wartung und Ausbau der Stromnetze |
Steuern, Abgaben und Umlagen | 12,6 ct/kWh | staatlich veranlasste Preisbestandteile |
Gesamt | 37,0 ct/kWh | durchschnittlicher Haushaltsstrompreis 2026 |
Sind die Netzentgelte der größte Kostentreiber?
Netzentgelte gehören zu den wichtigsten Bestandteilen des Strompreises, sind aber nicht automatisch der größte Kostentreiber. Im Jahr 2026 liegen sie bei rund 9,3 ct/kWh und machen damit etwa ein Viertel des gesamten Strompreises aus.
Der größte Anteil entfällt in der Regel auf die Beschaffung und den Vertrieb des Stroms. Diese Kosten hängen stark von den Entwicklungen an den Energiemärkten ab und können sich kurzfristig deutlich verändern – etwa durch steigende Gaspreise oder geopolitische Krisen.
Netzentgelte hingegen entwickeln sich vergleichsweise stabil, steigen aber langfristig durch den notwendigen Ausbau der Stromnetze. Der Ausbau ist erforderlich, um erneuerbare Energien wie Wind- und Solarstrom besser zu integrieren und die Versorgungssicherheit zu gewährleisten.
Kurz gesagt: Netzentgelte sind ein wichtiger, aber nicht der alleinige Treiber steigender Strompreise. Besonders in Krisenzeiten spielen die Beschaffungskosten eine deutlich größere Rolle.
Welche Rolle spielen CO₂-Preise beim Strompreis?
CO₂-Preise beeinflussen den Strompreis indirekt über den europäischen Emissionshandel (EU ETS). Kraftwerke, die Strom aus fossilen Energieträgern wie Kohle oder Gas erzeugen, müssen für ihre CO₂-Emissionen Zertifikate erwerben. Diese Kosten werden in der Regel in die Strompreise eingerechnet.
Steigen die Preise für CO₂-Zertifikate, verteuert sich vor allem die Stromproduktion aus fossilen Quellen. Das kann dazu führen, dass die Großhandelspreise für Strom steigen – insbesondere dann, wenn fossile Kraftwerke zur Deckung der Nachfrage benötigt werden.
Gleichzeitig fördern höhere CO₂-Preise den Ausbau erneuerbarer Energien. Technologien wie Photovoltaik oder Windkraft verursachen keine direkten CO₂-Emissionen und werden dadurch im Vergleich wirtschaftlich attraktiver.
Für Verbraucher bedeutet das: CO₂-Preise können kurzfristig zu höheren Stromkosten beitragen, langfristig aber den Übergang zu günstigeren und klimafreundlicheren Energiequellen beschleunigen.
Strompreis-Prognose: Wird Strom in Zukunft teurer oder billiger?
Die Entwicklung der Strompreise hängt von mehreren Faktoren ab: den Großhandelspreisen für Energie, dem Ausbau der Stromnetze, politischen Entscheidungen sowie den Kosten für CO₂-Zertifikate. Während kurzfristige Schwankungen vor allem durch Marktpreise entstehen, bestimmen langfristige Trends wie die Energiewende und der Ausbau erneuerbarer Energien die Richtung.
Grundsätzlich gilt: Strompreise werden in Zukunft voraussichtlich nicht mehr so stark schwanken wie während der Energiekrise, aber sie bleiben auf einem höheren Niveau als vor 2021. Gleichzeitig sorgen erneuerbare Energien zunehmend für preisdämpfende Effekte.
Kurzfristige Prognose 2026 bis 2027
Für die Jahre 2026 und 2027 erwarten Experten eine weitgehend stabile Entwicklung der Strompreise. Nach den starken Preissprüngen der vergangenen Jahre haben sich die Märkte beruhigt, und die Großhandelspreise liegen wieder deutlich unter den Höchstständen der Energiekrise.
Mehrere Faktoren sprechen für stabile oder leicht sinkende Preise:
Entspannung auf den Energiemärkten, insbesondere bei Gaspreisen
Staatliche Maßnahmen zur Entlastung der Netzentgelte
Zunehmender Anteil erneuerbarer Energien im Strommix
Gleichzeitig gibt es auch Faktoren, die einen weiteren Rückgang begrenzen:
steigende Investitionen in den Netzausbau
höhere Anforderungen an die Versorgungssicherheit
weiterhin bestehende geopolitische Risiken
Insgesamt ist kurzfristig eher mit stabilen Preisen oder moderaten Schwankungen zu rechnen als mit starken Preisanstiegen oder -einbrüchen.
Langfristige Prognose bis 2030
Langfristig wird sich der Strompreis durch zwei gegenläufige Entwicklungen bestimmen:
Auf der einen Seite steigen die Kosten durch den Ausbau der Infrastruktur. Dazu gehören:
Ausbau und Modernisierung der Stromnetze
Integration erneuerbarer Energien
Investitionen in Speichertechnologien und Flexibilitätslösungen
Diese Faktoren können die Netzentgelte und damit den Strompreis erhöhen.
Auf der anderen Seite wirken erneuerbare Energien preisdämpfend:
Photovoltaik und Windenergie haben sehr niedrige Erzeugungskosten
steigende Stromproduktion aus erneuerbaren Quellen senkt die Großhandelspreise
fossile Energieträger verlieren langfristig an Bedeutung
Zusätzlich steigen die CO₂-Preise im europäischen Emissionshandel, was fossile Stromerzeugung verteuert und den Ausbau erneuerbarer Energien weiter beschleunigt.
Die wahrscheinlichste Entwicklung bis 2030 ist daher ein moderat steigendes oder stabiles Preisniveau mit zunehmenden Schwankungen je nach Angebot und Nachfrage. Besonders an sonnigen oder windreichen Tagen können die Strompreise deutlich sinken.
Was ist aktuell ein guter Strompreis pro kWh?
Ein „guter“ Strompreis hängt stark davon ab, ob es sich um einen bestehenden Vertrag oder einen neuen Tarif handelt. Dennoch lassen sich grobe Richtwerte für 2026 festlegen:
Sehr guter Preis: unter 25 ct/kWh (typisch für günstige Neukundentarife)
Guter Preis: 25 bis 30 ct/kWh
Durchschnittlicher Preis: 30 bis 37 ct/kWh
Hoher Preis: über 37 ct/kWh
Viele Haushalte zahlen aktuell noch höhere Preise, weil sie in älteren Verträgen gebunden sind. Ein Tarifwechsel kann daher oft kurzfristig Einsparungen bringen.
Langfristig entscheidend ist jedoch nicht nur der Tarif, sondern auch der eigene Stromverbrauch aus dem Netz. Wer einen Teil seines Stroms selbst erzeugt – etwa mit einer Photovoltaikanlage – reduziert seine Abhängigkeit vom Strompreis deutlich.
Denn jede selbst erzeugte Kilowattstunde ersetzt Strom aus dem Netz und schützt damit vor zukünftigen Preissteigerungen.
Wie wirkt Photovoltaik auf die Strompreisentwicklung?
Photovoltaik hat einen spürbaren Einfluss auf die Strompreisentwicklung – sowohl auf dem Großhandelsmarkt als auch für private Haushalte. Mit dem zunehmenden Ausbau von Solaranlagen verändert sich die Art und Weise, wie Strom erzeugt, gehandelt und verbraucht wird.
Photovoltaik senkt Großhandelspreise an sonnigen Tagen
An sonnigen Tagen erzeugen Photovoltaikanlagen große Mengen Strom, die direkt ins Netz eingespeist werden. Dadurch steigt das Angebot an günstiger Energie, während gleichzeitig weniger teure fossile Kraftwerke benötigt werden. Dieser Effekt führt dazu, dass die Strompreise an der Börse sinken – insbesondere zur Mittagszeit, wenn die Solarproduktion am höchsten ist.
Dieser sogenannte „Merit-Order-Effekt“ sorgt dafür, dass erneuerbare Energien wie Photovoltaik die teuersten Kraftwerke aus dem Markt drängen und so insgesamt preisdämpfend wirken.
Eigenverbrauch schützt Haushalte vor hohen Strompreisen
Für private Haushalte ist vor allem der Eigenverbrauch entscheidend. Wer eine Photovoltaikanlage besitzt, kann einen Teil seines Strombedarfs selbst decken und muss weniger Strom aus dem Netz beziehen. Jede selbst erzeugte und verbrauchte Kilowattstunde ersetzt teuren Haushaltsstrom.
Dadurch werden Haushalte unabhängiger von steigenden Strompreisen und können ihre Energiekosten langfristig besser planen. Besonders in Zeiten hoher Strompreise zahlt sich der Eigenverbrauch deutlich aus.
Sinkende PV-Kosten verbessern die Wirtschaftlichkeit
Die Kosten für Photovoltaikanlagen sind in den vergangenen Jahren deutlich gesunken. Gleichzeitig bleiben die Strompreise auf einem vergleichsweise hohen Niveau. Diese Kombination verbessert die Wirtschaftlichkeit von Solaranlagen erheblich.
Selbst erzeugter Solarstrom ist oft günstiger als Strom aus dem Netz. In Verbindung mit einem Stromspeicher kann der Eigenverbrauch weiter erhöht werden, was die Einsparungen zusätzlich steigert.
Insgesamt trägt Photovoltaik dazu bei, die Strompreise zu stabilisieren und bietet Haushalten eine effektive Möglichkeit, sich langfristig gegen steigende Energiekosten abzusichern.
Lohnt sich Photovoltaik bei der aktuellen Strompreisentwicklung?
Photovoltaik lohnt sich auch bei den aktuell leicht gesunkenen Strompreisen weiterhin für viele Haushalte. Der entscheidende Faktor ist dabei nicht nur der absolute Strompreis, sondern vor allem die langfristige Entwicklung und die Möglichkeit, sich gegen zukünftige Preissteigerungen abzusichern.
Selbst erzeugter Solarstrom ist in der Regel deutlich günstiger als Strom aus dem Netz. Während Haushaltsstrompreise weiterhin im Bereich von über 30 ct/kWh liegen können, lassen sich die Kosten für selbst erzeugten Solarstrom oft deutlich darunter realisieren. Jede Kilowattstunde, die direkt im Haushalt verbraucht wird, ersetzt teuren Netzstrom und senkt somit die laufenden Energiekosten.
Besonders attraktiv wird Photovoltaik in Kombination mit einem Stromspeicher. Dadurch kann ein größerer Anteil des selbst erzeugten Stroms auch in den Abend- und Nachtstunden genutzt werden. Das erhöht den Eigenverbrauch und reduziert die Abhängigkeit vom Stromversorger zusätzlich.
Ein weiterer Vorteil ist die langfristige Planungssicherheit. Während Strompreise schwanken und von externen Faktoren beeinflusst werden, bleiben die Kosten für selbst erzeugten Solarstrom über viele Jahre hinweg stabil. Das macht Photovoltaik zu einer verlässlichen Investition in Zeiten unsicherer Energiepreise.
Was können Haushalte gegen steigende Strompreise tun?
Haushalte haben verschiedene Möglichkeiten, ihre Stromkosten aktiv zu senken und sich gegen steigende Preise zu schützen. Eine der effektivsten Maßnahmen ist der Wechsel zu einem günstigeren Stromtarif. Besonders Neukundentarife bieten häufig deutlich bessere Konditionen als bestehende Verträge.
Darüber hinaus lohnt es sich, den eigenen Stromverbrauch zu optimieren. Energieeffiziente Geräte, bewusstes Nutzungsverhalten und der Verzicht auf unnötigen Standby-Verbrauch können den Strombedarf spürbar reduzieren.
Langfristig ist die Investition in erneuerbare Energien eine der wirksamsten Strategien. Eine Photovoltaikanlage ermöglicht es, einen Teil des Strombedarfs selbst zu decken und sich unabhängiger von steigenden Preisen zu machen. In Kombination mit einem Stromspeicher kann der Eigenverbrauch weiter erhöht werden.
Auch intelligente Energiemanagementsysteme gewinnen an Bedeutung. Sie helfen dabei, den Stromverbrauch gezielt in Zeiten zu verlagern, in denen selbst erzeugter Solarstrom verfügbar ist oder Strom aus dem Netz günstiger ist.
Fazit
Die Strompreise in Deutschland haben sich nach den starken Anstiegen der vergangenen Jahre zwar etwas stabilisiert, bleiben aber auf einem vergleichsweise hohen Niveau. Eine Rückkehr zu den niedrigen Preisen vor der Energiekrise ist kurzfristig nicht zu erwarten.
Für Haushalte bedeutet das, dass es wichtiger denn je ist, aktiv auf steigende Energiekosten zu reagieren. Neben kurzfristigen Maßnahmen wie dem Tarifwechsel oder der Verbrauchsoptimierung bieten vor allem langfristige Lösungen wie Photovoltaik einen wirksamen Schutz vor steigenden Strompreisen.
Wer heute in eine eigene Solaranlage investiert, profitiert nicht nur von niedrigeren Stromkosten, sondern auch von mehr Unabhängigkeit und Planungssicherheit. In Kombination mit einem Stromspeicher lässt sich dieser Effekt noch verstärken.
Insgesamt zeigt sich: Auch wenn die Strompreise aktuell leicht sinken, bleibt Photovoltaik eine der attraktivsten Möglichkeiten, um sich langfristig gegen steigende Energiekosten abzusichern.
Unsere Empfehlung
Regionaler Angebotsvergleich
Häufig gestellte Fragen
Das könnte Sie auch interessieren

Anna Vöpel
AUTOR
Anna ist freie Autorin mit Spezialisierung auf Photovoltaik, erneuerbare Energien sowie technische und bauliche Fachthemen.










