Planung & Installation
Photovoltaik Komplettanlage: Was gehört alles dazu?

Kerim Sagir
Stand:
06.01.2026
Eine PV Komplettanlage besteht aus mehreren technischen Komponenten, die gemeinsam Strom aus Sonnenenergie erzeugen und für den Eigenverbrauch oder die Einspeisung ins öffentliche Netz bereitstellen. Im Unterschied zu einzeln zusammengestellten Anlagen sind bei einer Komplettanlage alle wesentlichen Bestandteile aufeinander abgestimmt und werden als Gesamtsystem geplant.
Solche Anlagen kommen sowohl bei Einfamilienhäusern als auch bei kleineren Gewerbeobjekten zum Einsatz. Je nach Dachfläche und Strombedarf bewegen sich die Anlagengrößen meist zwischen 3 kWp und über 10 kWp.
Zusammenfassung
Eine PV Komplettanlage besteht aus Solarmodulen, einem Wechselrichter, einem Montagesystem sowie der notwendigen Verkabelung. Optional kann ein Stromspeicher integriert werden. Die Komponenten arbeiten zusammen, um Sonnenlicht in nutzbaren Solarstrom umzuwandeln.
Solarmodule wandeln Sonnenlicht in elektrische Energie um. Zum Einsatz kommen meist monokristalline oder polykristalline Module. Monokristalline Module bieten höhere Wirkungsgrade, während polykristalline Varianten in der Regel günstiger sind.
Der Wechselrichter macht den erzeugten Solarstrom im Haushalt nutzbar. Ein optionaler Energiespeicher speichert überschüssigen Strom und erhöht den Eigenverbrauch sowie die Unabhängigkeit vom Stromnetz.
Eine fachgerechte Planung und Installation sind entscheidend für Ertrag und Lebensdauer der PV Komplettanlage. Regelmäßige Kontrolle sorgt für einen stabilen und zuverlässigen Betrieb.
Eine PV Komplettanlage kostet ohne Speicher meist 5.000 bis 9.000 Euro, mit Stromspeicher etwa 10.000 bis 16.000 Euro. Durch den Eigenverbrauch lassen sich jährlich rund 800 bis 1.200 Euro an Stromkosten einsparen.
Was ist eine PV Komplettanlage?
Unter einer PV Komplettanlage versteht man ein Solarsystem, das alle notwendigen Komponenten für die Stromerzeugung aus Sonnenenergie umfasst. Dazu zählen in jedem Fall die Solarmodule, ein Wechselrichter, ein passendes Montagesystem sowie die erforderliche Verkabelung und Schutztechnik. Je nach Anbieter und Ausführung können auch zusätzliche Leistungen wie Planung, Montage oder optionale Komponenten enthalten sein.
Der Vorteil einer PV Komplettanlage liegt darin, dass die einzelnen Bauteile technisch aufeinander abgestimmt sind. Das reduziert Planungsaufwand und minimiert das Risiko von Inkompatibilitäten zwischen den Komponenten.
Für wen ist eine PV Komplettanlage sinnvoll?
Eine PV Komplettanlage eignet sich vor allem für Hausbesitzer, die eine funktionierende Gesamtlösung suchen und sich nicht im Detail mit der Auswahl einzelner Bauteile beschäftigen möchten. Auch für Personen, die Wert auf eine klare Kostenstruktur und planbare Investitionen legen, ist dieses Anlagenkonzept sinnvoll.
Weniger geeignet sind Komplettanlagen für Anwender, die sehr spezielle Anforderungen haben oder einzelne Komponenten gezielt selbst auswählen möchten. In solchen Fällen kann eine individuell zusammengestellte Anlage mehr Flexibilität bieten.
Welche Komponenten gehören zu einer PV Komplettanlage?
Solarmodule
Die Solarmodule sind das Herzstück jeder PV Komplettanlage. Sie wandeln das einfallende Sonnenlicht in elektrische Energie um. In der Praxis kommen überwiegend monokristalline oder polykristalline Module zum Einsatz. Monokristalline Module bieten in der Regel höhere Wirkungsgrade und benötigen weniger Dachfläche, während polykristalline Varianten häufig etwas günstiger sind.
Die Auswahl der Module hängt von mehreren Faktoren ab, darunter die verfügbare Dachfläche, die gewünschte Anlagenleistung und das Budget. Moderne Solarmodule erreichen Wirkungsgrade von über 20 Prozent und sind auf eine Betriebsdauer von mehreren Jahrzehnten ausgelegt.
Wechselrichter
Der Wechselrichter übernimmt die Aufgabe, den von den Solarmodulen erzeugten Gleichstrom in haushaltsüblichen Wechselstrom umzuwandeln. Ohne diese Umwandlung wäre der Solarstrom im Haushalt nicht nutzbar. In PV Komplettanlagen kommen meist Stringwechselrichter zum Einsatz. Wird zusätzlich ein Stromspeicher integriert, handelt es sich häufig um einen Hybridwechselrichter.
Der Wirkungsgrad des Wechselrichters spielt eine entscheidende Rolle für den Gesamtertrag der Anlage. Hochwertige Geräte arbeiten sehr effizient und verfügen über lange Garantiezeiten.
Montagesystem
Damit die Solarmodule sicher und dauerhaft befestigt sind, gehört ein passendes Montagesystem zur PV Komplettanlage. Dieses wird an die jeweilige Dachform angepasst, etwa bei Schrägdächern, Flachdächern oder Trapezblechdächern.
Ein stabiles Montagesystem ist nicht nur für die Sicherheit wichtig, sondern auch für die langfristige Leistungsfähigkeit der Anlage. Es muss Wind- und Schneelasten standhalten und die Module in einem optimalen Neigungswinkel positionieren.
Verkabelung und Schutztechnik
Zur PV Komplettanlage zählen außerdem sämtliche Kabel, Steckverbindungen und Schutzeinrichtungen. Diese verbinden die Solarmodule mit dem Wechselrichter und sorgen für einen sicheren Betrieb der Anlage. Überspannungsschutz und geeignete Sicherungen sind wichtige Bestandteile, um Schäden durch äußere Einflüsse zu vermeiden.
Eine fachgerechte Installation der elektrischen Komponenten ist entscheidend für die Betriebssicherheit und die Lebensdauer der gesamten Anlage.
Optionale Bestandteile einer PV Komplettanlage
Stromspeicher
Ein Stromspeicher ermöglicht es, überschüssigen Solarstrom zwischenzuspeichern und zu einem späteren Zeitpunkt zu nutzen. Dadurch lässt sich der Eigenverbrauchsanteil deutlich erhöhen. Besonders in den Abend- und Nachtstunden kann gespeicherter Strom den Bezug aus dem öffentlichen Netz reduzieren.
PV Komplettanlagen mit Speicher sind mit höheren Investitionskosten verbunden. Da Batteriespeicher in der Regel eine kürzere Lebensdauer als die Solarmodule haben, sollten langfristige Austauschkosten bei der Planung berücksichtigt werden.
Energie-Management-System
Ein Energie-Management-System steuert und überwacht die Stromflüsse innerhalb der PV Komplettanlage. Es sorgt dafür, dass der erzeugte Solarstrom möglichst effizient genutzt wird, indem Verbraucher, Speicher und Einspeisung sinnvoll aufeinander abgestimmt werden.
Solche Systeme bieten einen guten Überblick über Stromerzeugung und Verbrauch und können zur weiteren Optimierung des Eigenverbrauchs beitragen.
Einspeisezähler
Ein Einspeisezähler oder Zweirichtungszähler erfasst sowohl den ins Netz eingespeisten als auch den bezogenen Strom. Er ist Voraussetzung für eine korrekte Abrechnung der Einspeisevergütung und gehört bei netzgekoppelten PV Komplettanlagen zur Standardausstattung.
Was kostet eine PV Komplettanlage?
Die Kosten einer PV Komplettanlage hängen von der Anlagengröße, der Anzahl der Solarmodule, der gewählten Technik und dem Montageaufwand ab. Anlagen ohne Stromspeicher bewegen sich häufig in einem Preisbereich von etwa 5.000 bis 9.000 Euro. Wird ein Batteriespeicher integriert, liegen die Kosten meist zwischen 10.000 und 16.000 Euro.
Diese Werte dienen als grobe Orientierung.
Worauf sollte man beim Kauf einer PV Komplettanlage achten?
Beim Vergleich verschiedener Angebote ist es wichtig, genau zu prüfen, welche Leistungen im Paket enthalten sind. Neben den technischen Komponenten spielen auch Planung, Montage, Anmeldung beim Netzbetreiber sowie Garantiebedingungen eine wichtige Rolle.
Sinnvoll ist es, nur Anlagen miteinander zu vergleichen, die in Leistung und Umfang tatsächlich vergleichbar sind. Eine sorgfältige Dimensionierung der PV Komplettanlage ist entscheidend für Wirtschaftlichkeit und langfristigen Nutzen.
Fazit
Eine PV Komplettanlage bietet eine übersichtliche und technisch abgestimmte Lösung zur Nutzung von Solarstrom. Sie eignet sich besonders für Haushalte, die eine planbare und zuverlässige Gesamtlösung suchen. Entscheidend für den Erfolg der Anlage sind eine passende Auslegung, hochwertige Komponenten und eine fachgerechte Installation.

















