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Stromausfall in Berlin: Wie eine Photovoltaikanlage Haushalte schützen kann

Arian Elezkurtaj
Stand:
12.01.2026
Der großflächige Stromausfall im Süden Berlins Anfang 2026 hat vielen Menschen deutlich vor Augen geführt, wie abhängig der Alltag von einer stabilen Stromversorgung ist. Innerhalb kurzer Zeit fielen Beleuchtung, Heizung, Internet und Mobilfunk aus. Selbst grundlegende Abläufe waren plötzlich nicht mehr möglich.
Der Vorfall wirft zentrale Fragen auf:
Was genau ist passiert?
Wie realistisch sind solche Ausfälle in Zukunft?
Und wie können sich private Haushalte besser absichern?
Zusammenfassung
Der Stromausfall in Berlin im Januar 2026 hat gezeigt, wie abhängig Haushalte von einer stabilen Stromversorgung sind.
Auch moderne Städte und Infrastrukturen sind nicht vor länger andauernden Stromausfällen geschützt.
Photovoltaik kann die Auswirkungen eines Stromausfalls reduzieren, ersetzt das Stromnetz aber nicht.
Erst in Kombination mit Batteriespeicher und Notstromfunktion wird eine PV-Anlage zur echten Absicherung.
Stromspeicher sichern vor allem Grundverbraucher wie Licht, Kommunikation und Steuerung, nicht jedoch große Verbraucher dauerhaft.
Was ist passiert?
Anfang Januar 2026 kam es im Südwesten Berlins zu einem massiven Stromausfall. Auslöser war ein Brand an zentralen Stromleitungen, der große Teile der regionalen Versorgung lahmlegte.
Betroffen waren nicht nur einzelne Straßenzüge, sondern ganze Stadtteile. Innerhalb weniger Minuten waren tausende Haushalte ohne Strom, unabhängig davon, ob sie in Einfamilienhäusern oder Mehrfamilienhäusern lebten.
Der Vorfall zeigt deutlich: Auch moderne, dicht besiedelte Städte sind nicht vor Stromausfällen geschützt.
Wie viele Menschen waren betroffen?
Vom Stromausfall betroffen waren mehrere Stadtteile im Süden und Südwesten Berlins. Zehntausende Haushalte, zahlreiche Betriebe, Arztpraxen und öffentliche Einrichtungen waren zeitweise ohne Strom.
Für viele Menschen bedeutete das erhebliche Einschränkungen im Alltag. Heizungen fielen aus, warmes Wasser stand nicht zur Verfügung, Internet und Mobilfunk funktionierten nur eingeschränkt oder gar nicht. Besonders in der kalten Jahreszeit wurde der Ausfall schnell zur Belastung.
Wie lange hielt der Stromausfall an?
Wie lange ein Stromausfall dauert, lässt sich im Vorfeld kaum genau abschätzen. Entscheidend ist immer die Ursache und das Ausmaß des Schadens.
Im Fall Berlin dauerte der Ausfall je nach Gebiet mehrere Stunden bis teilweise mehrere Tage. Beschädigte Leitungen mussten aufwendig repariert werden, in einigen Bereichen kamen provisorische Lösungen zum Einsatz.
Grundsätzlich gilt: Je größer der Schaden an der Infrastruktur, desto länger dauert die Wiederherstellung der Versorgung.
Kann so etwas wieder passieren?
Ja. Stromausfälle sind keine Ausnahmeereignisse und können aus verschiedenen Gründen auftreten. Stromnetze sind komplexe, zentrale Infrastrukturen, die anfällig für technische Defekte, Überlastung, Extremwetter oder auch Sabotage sind.
Der Berliner Stromausfall war kein Naturereignis, sondern menschengemacht. Er zeigt, dass Versorgungssicherheit keine Selbstverständlichkeit ist, selbst in wirtschaftlich starken Regionen.
Wie kann ich mich schützen? Photovoltaik als Teil der Lösung
Ein kompletter Stromausfall lässt sich als Privatperson nicht verhindern. Die Auswirkungen lassen sich jedoch deutlich abmildern.
Eine Photovoltaikanlage kann helfen, die Abhängigkeit vom öffentlichen Stromnetz zu reduzieren. Wichtig ist dabei eine realistische Einordnung: Eine herkömmliche PV-Anlage schaltet sich bei einem Netzausfall automatisch ab und liefert dann keinen Strom.
Erst mit zusätzlicher Technik wird Photovoltaik zu einer echten Absicherung.
Autark werden: Warum ein Stromspeicher entscheidend ist
Der entscheidende Baustein für mehr Unabhängigkeit ist ein Batteriespeicher. Er speichert den selbst erzeugten Solarstrom und stellt ihn auch dann zur Verfügung, wenn keine Sonne scheint oder das öffentliche Netz ausfällt.
In Kombination mit einer Notstrom- oder Ersatzstromfunktion können wichtige Verbraucher im Haushalt weiterhin versorgt werden. Der Eigenverbrauch steigt, gleichzeitig erhöht sich die Versorgungssicherheit deutlich.
Wie lange reicht ein Stromspeicher? Beispiel mit 10 kWh
Wie lange ein Stromspeicher ausreicht, hängt vom individuellen Verbrauch ab. Ein Speicher mit 10 kWh Kapazität ist für Einfamilienhäuser eine gängige Größe.
Beispielhafte Laufzeiten im Notstrombetrieb:
Gerät | Leistung | Laufzeit mit 10 kWh |
Kühlschrank | ca. 100 W | ca. 100 Stunden |
WLAN-Router | ca. 10 W | ca. 1.000 Stunden |
LED-Beleuchtung (5 Lampen) | ca. 50 W | ca. 200 Stunden |
Heizungspumpe | ca. 60 W | ca. 160 Stunden |
Smartphone laden | ca. 10 Wh | über 800 Ladevorgänge |
Im Notstrombetrieb werden in der Regel nur ausgewählte Verbraucher versorgt. Diese sogenannten Notstromkreise sorgen dafür, dass der Speicher gezielt eingesetzt wird und möglichst lange ausreicht.
Was Photovoltaik nicht kann und warum sie trotzdem sinnvoll ist
Eine Photovoltaikanlage macht ein Haus nicht vollständig unabhängig vom Stromnetz. Sie ersetzt keine öffentliche Infrastruktur und kann keinen unbegrenzten Strom liefern.
Dennoch bietet sie klare Vorteile. Sie reduziert die Abhängigkeit vom Netz deutlich, erhöht die Versorgungssicherheit und verschafft Handlungsspielraum bei Stromausfällen. Besonders in Kombination mit Speicher und Notstromfunktion wird Photovoltaik zu einem echten Sicherheitsfaktor im Haushalt.
Fazit
Der Stromausfall in Berlin war ein deutliches Warnsignal. Nicht, um Angst zu machen, sondern um zu zeigen, wie verletzlich zentrale Versorgungsstrukturen sein können.
Eine Photovoltaikanlage mit Stromspeicher verhindert keinen Blackout. Sie macht Haushalte jedoch widerstandsfähiger und sorgt dafür, dass Licht, Kommunikation und grundlegende Versorgung auch bei einem Stromausfall erhalten bleiben.
Wer heute in Photovoltaik investiert, sollte sie nicht nur als Möglichkeit zur Kostensenkung sehen, sondern auch als Investition in Sicherheit und Unabhängigkeit.

















