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Photovoltaik-Handbuch

KAPITELÜBERSICHT

Grundlagen der Photovoltaik

Planung & Dimensionierung

Kosten & Wirtschaftlichkeit

Förderung & Finanzierung

Installation & Betrieb

Zukunft der Photovoltaik

Rechtliches & FAQ

Die Entwicklung der Strompreise ist ein zentraler Faktor für private Haushalte, Gewerbebetriebe und die Industrie. In den vergangenen Jahren waren die Preise starken Schwankungen unterworfen, ausgelöst durch Energiekrisen, steigende Brennstoffkosten und politische Eingriffe. Gleichzeitig verändert der kontinuierliche Ausbau der Photovoltaik die Struktur des Strommarktes.

Zusammenfassung

  • Der durchschnittliche Strompreis für Haushalte lag 2025 bei rund 40 ct/kWh, zeigte jedoch zuletzt eine leichte Entspannung.

  • Langfristige Prognosen gehen von stabilen bis moderat sinkenden Strompreisen aus, sofern der Ausbau erneuerbarer Energien fortgesetzt wird.

  • Netzentgelte und Abgaben bleiben zentrale Kostentreiber im Strompreis.

  • Photovoltaik wirkt preisdämpfend auf den Strommarkt und senkt die Großhandelspreise.

  • Sinkende Kosten für PV-Anlagen verbessern ihre Wirtschaftlichkeit und verstärken diesen Effekt.

Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis

Strompreisentwicklung und Prognose: Wird Strom in Zukunft teurer oder billiger?

Die Strompreise in Deutschland haben sich nach den starken Anstiegen der Jahre 2021 bis 2023 zuletzt stabilisiert. Aktuelle Daten zeigen, dass der durchschnittliche Strompreis für Haushalte im Jahr 2025 bei etwa 34,7 ct/kWh liegt. Das entspricht einem leichten Rückgang gegenüber den Spitzenwerten der Vorjahre.

Für das Jahr 2026 deuten Beobachtungen im Markt auf weiter rückläufige Preise hin:


  • Neukundenangebote liegen bei rund 22,7 ct/kWh.

  • Bestandskunden zahlen im Durchschnitt etwa 31,6 ct/kWh.

Graphische Darstellung der Strompreisentwicklung von 2016 bis 2026

Diese Rückgänge sind nicht allein auf niedrigere Erzeugungskosten zurückzuführen, sondern auch auf gesunkene Netzentgelte und strukturelle Marktveränderungen. Insgesamt deuten viele Analysen darauf hin, dass die Strompreise nicht weiter stark steigen, sondern eher stabil bis leicht sinken könnten, wenn erneuerbare Energien weiter ausgebaut werden.

CO2-Abgabe auf Strom

Die CO₂-Bepreisung verteuert die Stromerzeugung aus fossilen Energieträgern. Diese zusätzlichen Kosten von 55€ - 65€ pro Tonne CO2, werden teilweise an die Endkunden weitergegeben und beeinflussen den Strompreis. Gleichzeitig verbessert eine steigende CO₂-Bepreisung die Wettbewerbsfähigkeit von emissionsfreien Technologien wie Photovoltaik, weil diese von dieser Belastung nicht betroffen sind.

Aus der Perspektive der Strompreisentwicklung bedeutet das: Eine CO₂-Abgabe kann kurzfristig preisdämpfende Signale setzen, indem sie die Nutzung fossiler Kraftwerke reduziert, langfristig jedoch die relativen Kosten erneuerbarer Energien weiter stärkt.

Netzentgelte

Ein wesentlicher Bestandteil des Strompreises sind die Netzentgelte. Mit den Netzentgelten werden die Stromleitungen in Deutschland bezahlt, also deren Betrieb, Wartung und Ausbau. Für 2025 werden durchschnittliche Netzentgelte von etwa 10,9 ct/kWh ausgewiesen, was rund 28 % des Gesamtstrompreises ausmacht.

Damit sind die Netzentgelte ein maßgeblicher Treiber des Endkundenpreises. Politische Maßnahmen zur Entlastung der Verbraucher, etwa durch Zuschüsse zur Netzentgeltfinanzierung, könnten diese Belastung künftig mindern. Allerdings hängt der genaue Effekt von der Umsetzung und Verteilung dieser Maßnahmen ab.

Was ist aktuell ein guter Strompreis pro kWh?

Ob ein konkreter Strompreis als „gut“ bewertet wird, hängt vom Vergleich ab.

Für 2026 lässt sich zusammenfassen:


  • Durchschnittspreis Haushalte: rund 39,6 ct/kWh.

  • Neukundenpreise: etwa 22,7 ct/kWh.

Im historischen Vergleich liegen diese Werte zwar unter den Höchstständen der letzten Jahre, jedoch weiterhin über den Niveaus vor 2021. Dies verdeutlicht, dass strukturelle Komponenten, wie Netzentgelte und Abgaben, einen erheblichen Einfluss auf den Endpreis haben.

Markttrends von Photovoltaikanlagen

Ein wesentlicher Markttrend ist das wachsende Volumen an selbst genutztem Solarstrom. Nach aktuellen Berechnungen des Fraunhofer ISE betrug der Eigenverbrauch von PV-Strom in Deutschland im Jahr 2024 rund 12,28 TWh, was etwa 17 % der Nettostromproduktion aus Photovoltaik entspricht.

Diese Entwicklung zeigt, dass immer mehr Solarstrom direkt vor Ort verbraucht wird, sei es im Haushalt oder über Batteriespeicher. Ein höherer Eigenverbrauch führt zu einer geringeren Abhängigkeit von teurem Netzstrom und verbessert die Wirtschaftlichkeit von PV-Anlagen.

Parallel dazu sind die Stromgestehungskosten für Photovoltaik in den letzten Jahren deutlich gefallen. Studien weisen für neue PV-Freiflächenanlagen Kosten im Bereich von wenigen Cent pro Kilowattstunde nach, was sie zu einer der preisgünstigsten Formen der Stromerzeugung macht.

In Kombination wirken diese Trends preisdämpfend: Wenn viel Solarstrom produziert wird, werden teure Kraftwerke weniger gebraucht. Dadurch sinken die Strompreise an sonnigen Tagen.

Fazit

Die Strompreise in Deutschland haben sich nach den starken Ausschlägen der vergangenen Jahre spürbar beruhigt, liegen aber weiterhin über dem Niveau vor 2021. Für 2026 deuten viele Marktbeobachtungen auf stabile bis leicht sinkende Preise hin, insbesondere für Neukunden. Gleichzeitig bleiben Netzentgelte und Abgaben ein wesentlicher Bestandteil des Strompreises und begrenzen das langfristige Einsparpotenzial beim reinen Strombezug.

Der wachsende Ausbau der Photovoltaik wirkt dem entgegen: Sinkende Erzeugungskosten, steigender Eigenverbrauch und eine preisdämpfende Wirkung auf den Großhandelsmarkt verbessern die Wirtschaftlichkeit von Solarstrom zunehmend. Für Haushalte bedeutet das, dass Photovoltaik nicht nur ein Beitrag zur Energiewende ist, sondern auch eine strukturierte Absicherung gegen dauerhaft hohe Strompreise darstellen kann.

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Häufig gestellte Fragen

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